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"Westliche Ernährungsweise" steht mit ADHS in Zusammenhang


Die Aufmerksamkeitsdefgizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) steht nach einer neuen Studie im Zusammenhang mit einer ungesunden Ernährung, wie sie in den westlichen Industrienationen besonders bei Kindern und Jugendlichen verbreitet ist.

Amber L. Howard und ihre australischen Kollegen untersuchten in einer prospektiven Studie über 14 Jahre lang die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen. ADHS wurde bei den Probanden der Studie mittels des internationalen Kriterienkataloges (ICD-9) diagnostiziert. Von den 1.799 Untersuchten wurde bei 115 Jugendlichen ADHS diagnostiziert. Zwei Ernährungsarten wurden grob unterschieden: eine westliche (Fastfood, wenig Vitamine und Mineralien, zusatzstoffreiche und stark verarbeitete Nahrungsmittel) und eine gesunde Ernährung.

Die Jugendlichen, die sich "westlich" ernährten, wiesen ein erhöhtes Risiko auf, im Jugendalter eine ADHS-Diagnose zu erhalten. Bei der gesunden Ernährungsweise ließ sich kein Zusammenhang mit dem gehäuften Auftreten von ADHS nachweisen.

Wie bereits bei einem so genannten "plazebokontrollierten Doppelblindversuch" an der Universität Southampton (im Jahre 2007 veröffentlicht) nachgewiesen wurde, stehen besonders Farb- und Konservierungsstoffe im Verdacht, hyperaktives Verhalten bei Kindern (zumindest teilweise) verursachen zu können (McCann 2007).

Eltern sollten daher Zusatzstoffe bei der Ernährung ihrer Kinder vermeiden. Bei jedem Kauf lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste der Produkte, die man seinen Kindern und sich selbst einverleiben möchte. So genannte "E-Nummern" oder künstliche Farb- und Konservierungsstoffe können auf diese Weise erkannt werden.

Kinder haben ein Recht auf eine Ernährung, die Risiken für ihre psychische und psychische Entwicklung vermeidet.

Literaturnachweise:

- Howard, A.L., Robinson, M., Smith, G.J., Ambrosini, G.L., Piek, J.P., Oddy, W.H. (2010): ADHD Is Associated With a ‘Western’ Dietary Pattern in Adolescents, In: Journal of Attention Disorders first published on July 14, 2010 as doi:10.1177/1087054710365990
( Link zum Abstract des Fachartikels: http://jad.sagepub.com/content/early/recent )

- McCann, D., Barret, A., Cooper, A. et al. (2007): Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community: a randomised, double-blinded, placebo-controlled trial, In: Lancet 370, S. 1524-1525.


Ulf Sauerbrey, 25.08.2010

   
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